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Duales Studium aus der Ferne 2026: Was sich wirklich ändert

Den Unterricht von zu Hause aus verfolgen, nur wenige Tage im Jahr zum CFA fahren, eine Schule wählen, die 500 km vom Unternehmen entfernt liegt: Die duale Ausbildung aus der Ferne hat in den letzten Jahren stark zugelegt. 2026 haben sich die Spielregeln geändert — nicht um sie zu verbieten, sondern um ihre Förderung zu kürzen. Was das bei der Suche nach einer Ausbildung konkret bedeutet.

Kurz gesagt: Fernunterricht in der dualen Ausbildung bleibt völlig legal. Seit dem 1. Juli 2025 verpflichtet das Dekret Nr. 2025-586 die Opcos jedoch zu einer Kürzung um 20 % des an den CFA gezahlten Förderbetrags (NPEC), wenn die Ausbildung zu mindestens 80 % aus der Ferne erteilt wird, mit einer Untergrenze von 4 000 €. Die Folge für Bewerber: Manche reinen Online-Ausbildungen verschwinden oder werden hybrid, und man muss den Fernunterrichtsanteil vor der Unterschrift prüfen.

Was ändert das Dekret beim Fernunterricht?

Bis 2025 erhielt ein CFA dieselbe Förderung, ob er im Klassenraum oder hinter einem Bildschirm unterrichtete. Die Regierung ging davon aus, dass Fernunterricht im Schnitt weniger kostet (keine Räumlichkeiten, weniger Logistik), und hat die Förderung an die pädagogische Realität angepasst.

Die Regel lässt sich in drei Punkten zusammenfassen:

  • Schwelle: Die Kürzung greift ab 80 % der Gesamtdauer der Ausbildung im Fernunterricht.
  • Satz: Der NPEC wird um 20 % gekürzt.
  • Untergrenze: Nach der Kürzung darf der Opco dem CFA nicht weniger als 4 000 € zahlen.

Der Text gilt für Ausbildungsverträge, die seit dem 1. Juli 2025 geschlossen wurden. Die CFA müssen künftig den Anteil des Fernunterrichts in der Ausbildungsvereinbarung angeben und France compétences jährlich melden, welche ihrer Ausbildungen überwiegend aus der Ferne stattfinden.

Das Dekret kürzt nicht Ihr Gehalt: Es betrifft die Förderung des CFA, nicht die Vergütung des Auszubildenden. Diese richtet sich weiterhin nach der gesetzlichen Tabelle.

Werden alle Online-Ausbildungen benachteiligt?

Nein — und diesen Punkt übersehen viele Bewerber. Die Kürzung gilt nicht, wenn alle CFA, die auf denselben Abschluss vorbereiten, zu mindestens 80 % der Dauer aus der Ferne unterrichten. Mit anderen Worten: Wenn Fernunterricht bei diesem Abschluss die Norm ist, wird er nicht bestraft.

Ein Erlass vom 26. November 2025 hat die Liste der ausgenommenen Abschlüsse veröffentlicht. Steht Ihr Abschluss darauf, erhält der CFA seine volle Förderung und Ihre Online-Ausbildung ist nicht gefährdet.

Auch juristisch steht die Maßnahme fest: Der Conseil d'État hat am 24. Oktober 2025 die von EdTech France erhobene Nichtigkeitsklage abgewiesen und die Vorlage der vorrangigen Verfassungsfrage abgelehnt. Die Regelung ist damit dauerhaft in der Landschaft verankert.

Auszubildende, die auf ihrem Laptop an einem Kurs per Videokonferenz teilnimmt und dabei Notizen in ein Heft schreibt

Welche konkreten Folgen hat das 2026 für Bewerber?

Ein CFA, der 20 % seiner Förderung verliert, hat drei Möglichkeiten: sein Online-Angebot reduzieren, es auf hybrid umstellen (weniger als 80 % Fernunterricht, also keine Kürzung) oder vom Unternehmen eine finanzielle Beteiligung verlangen. In der Praxis sieht man vor allem die ersten beiden.

Format der AusbildungFernanteilOpco-FörderungWas das für Sie bedeutet
Klassischer Präsenzunterricht< 80 %Voller NPECNichts
Hybrid (der neue Standard)< 80 %Voller NPECEinige Tage pro Monat im CFA
100 % oder fast 100 % online≥ 80 %NPEC − 20 % (mind. 4 000 €)Seltener, teils eingestellt
Ausgenommener Abschluss (Erlass vom 26.11.2025)≥ 80 %Voller NPECKeine Einschränkung

Merken Sie sich: Gehen Sie nicht davon aus, dass eine im Vorjahr als „Fernunterricht" beworbene Ausbildung dies zum Schuljahresbeginn noch immer sein wird. Prüfen Sie den in der Ausbildungsvereinbarung schriftlich festgehaltenen Fernunterrichtsanteil, nicht den Werbeprospekt.

Die 5 Fragen, die Sie dem CFA vor der Unterschrift stellen sollten

  1. Wie hoch ist der genaue Fernunterrichtsanteil, der in der Ausbildungsvereinbarung steht? Über 80 % greift die Kürzung.
  2. Steht mein Abschluss auf der Ausnahmeliste des Erlasses vom 26. November 2025?
  3. Ist der Abschluss im RNCP eingetragen (das nationale Verzeichnis der Berufsabschlüsse)? Das ist die Voraussetzung für einen Ausbildungsvertrag — online wie in Präsenz.
  4. Wie viele Präsenztage pro Monat, und wo? Ein „Fernunterricht", der vier Anreisen im Jahr über 400 km verlangt, verändert das Budget vollständig.
  5. Ist eine individuelle Betreuung vorgesehen (pädagogischer Tutor, regelmäßige Gespräche)? Das ist der wichtigste Abbruchgrund bei Online-Ausbildungen.

Gut begleiteter Fernunterricht bleibt eine Chance: Er öffnet seltene Abschlüsse für Menschen, die weit von den großen Ballungsräumen entfernt leben, und erleichtert das Leben derjenigen, die Ausbildung und persönliche Verpflichtungen unter einen Hut bringen. Man muss nur bewusst wählen. Unsere Tipps, um die richtige duale Ausbildung zu wählen, gelten umso stärker, wenn man seine Schule nie besuchen wird.

Wie findet man eine duale Ausbildung, die mit Fernunterricht vereinbar ist?

Beginnen Sie mit dem Abschluss, nicht mit dem Format: Bestimmen Sie den angestrebten Beruf auf der Seite Berufe, erkunden Sie dann die dualen Ausbildungen, die dorthin führen, und vergleichen Sie ihre Modalitäten. Machen Sie anschließend mit der Suche nach einem Unternehmen weiter — dort liegt das eigentliche Nadelöhr. Unsere Ausbildungsangebote werden laufend aktualisiert.

Behalten Sie schließlich Ihr Budget im Blick: ob Fernunterricht oder nicht, die Vergütung folgt derselben gesetzlichen Tabelle, und die finanziellen Hilfen (Wohnen, Mobilität, Führerschein) bleiben zugänglich. Ein Kurs, den Sie aus der Küche verfolgen, ändert weder Ihre Rechte noch Ihren Vertrag — nur die Art, wie Ihr CFA für Ihre Ausbildung bezahlt wird.

Häufig gestellte Fragen

Kann man seine duale Ausbildung 2026 vollständig aus der Ferne absolvieren?

Ja, das ist legal: Keine Regel verbietet es einem CFA (französisches Ausbildungszentrum für Auszubildende), seinen Unterricht per Fernunterricht anzubieten. Seit dem 1. Juli 2025 kürzt der Opco (die Kompetenzoperatoren, die die Ausbildung finanzieren) jedoch die Förderung um 20 %, wenn ein Kurs zu mindestens 80 % aus der Ferne stattfindet. Manche CFA haben ihr reines Online-Angebot deshalb reduziert oder in ein Hybridformat umgewandelt.

Was genau besagt das Dekret Nr. 2025-586 vom 27. Juni 2025?

Es sieht vor, dass der Kompetenzoperator den Förderbetrag (NPEC, der landesweite Fördersatz pro Abschluss) um 20 % kürzt, wenn die Ausbildung zu mindestens 80 % ihrer Gesamtdauer aus der Ferne erteilt wird. Der nach der Kürzung ausgezahlte Betrag darf jedoch nicht unter 4 000 € fallen. Der Text gilt für Verträge, die seit dem 1. Juli 2025 geschlossen wurden.

Verringert diese Kürzung mein Ausbildungsgehalt?

Nein. Die Kürzung betrifft die Förderung, die der Opco an den CFA zahlt, nicht Ihre Vergütung. Ihr Gehalt wird weiterhin nach der gesetzlichen Tabelle berechnet, als Prozentsatz des SMIC (französischer Mindestlohn), abhängig von Ihrem Alter und Ihrem Vertragsjahr.

Sind alle Fernausbildungen betroffen?

Nein. Die Kürzung gilt nicht, wenn alle CFA, die auf denselben Abschluss vorbereiten, überwiegend aus der Ferne unterrichten: Ein Erlass vom 26. November 2025 hat die Liste der ausgenommenen Abschlüsse veröffentlicht. Fragen Sie beim CFA nach, ob Ihr Abschluss darauf steht.

Wurde die Maßnahme angefochten?

Ja. Der Conseil d'État (das oberste französische Verwaltungsgericht) hat am 24. Oktober 2025 die von EdTech France eingereichte Nichtigkeitsklage gegen das Dekret abgewiesen und die Vorlage der vorrangigen Verfassungsfrage abgelehnt. Die Regelung bleibt damit vollständig anwendbar.

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