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Auflösung des Ausbildungsvertrags: Rechte und Verfahren 2026

Den Betrieb wechseln, eine unpassende Situation beenden oder auf einen pflichtvergessenen Arbeitgeber reagieren: einen Ausbildungsvertrag aufzulösen ist ein Recht, doch das Verfahren hängt vom Zeitpunkt und vom Grund ab. Hier ist, was du 2026 wissen musst, um es regelkonform zu tun und schnell wieder durchzustarten.

Kurz gesagt: Während der ersten 45 Tage tatsächlicher Anwesenheit im Betrieb ist die Auflösung frei und ohne Grund möglich, durch ein einfaches Schreiben. Danach muss sich ein Auszubildender, der kündigen möchte, an den Schlichter der Ausbildung wenden und anschließend den Arbeitgeber benachrichtigen. Nach der Auflösung behältst du deinen Status und kannst bis zu 6 Monate am CFA bleiben, um einen neuen Betrieb zu finden.

Welche Regeln gelten während der Probezeit?

Der Ausbildungsvertrag umfasst eine Probezeit von 45 Tagen. Wichtiger Punkt: Es handelt sich um 45 Tage praktischer Ausbildung im Betrieb, also die tatsächlich gearbeiteten Tage, und nicht um 45 Kalendertage. Die am CFA verbrachte Zeit zählt bei dieser Berechnung nicht mit.

Während dieser Zeit ist die Auflösung frei, ohne Grund und ohne Abfindung. Sowohl der Arbeitgeber als auch der Auszubildende können sie durch ein der anderen Partei sowie dem Leiter des CFA zugestelltes Schreiben beenden. Das ist das einfachste Zeitfenster, um sich zu trennen, wenn die Stelle nicht dem entspricht, was angekündigt wurde.

Wie löst man den Vertrag nach der Probezeit auf?

Sind die 45 Tage vorbei, wird die Auflösung reglementiert. Es gibt mehrere Wege, je nachdem, wer die Initiative ergreift:

  • Einvernehmliche Vereinbarung: Arbeitgeber und Auszubildender unterzeichnen gemeinsam ein Schreiben, das die Auflösung festhält. Das ist der schnellste Weg, wenn beide Parteien einverstanden sind.
  • Kündigung durch den Auszubildenden: Seit der Reform von 2018 kann der Auszubildende kündigen, doch ein genaues Verfahren ist erforderlich (siehe unten).
  • Entlassung durch den Arbeitgeber: bei schwerem Fehlverhalten, festgestellter Untauglichkeit oder höherer Gewalt, unter Einhaltung des Arbeitsrechts.
  • Endgültiger Ausschluss vom CFA: Er kann zur Auflösung des Vertrags führen.

Auszubildender im Gespräch mit seinem Arbeitgeber an einem Besprechungstisch

Kündigung: der Weg über den Schlichter ist Pflicht

Das ist der Schritt, den viele Auszubildende übersehen. Um nach der Probezeit zu kündigen, musst du dich an den Schlichter der Ausbildung wenden, der deiner Berufskammer angegliedert ist (CCI, Handwerkskammer oder Landwirtschaftskammer). Diese Anrufung ist kostenlos und verpflichtend.

Der einzuhaltende Zeitablauf:

  1. Du wendest dich an den Schlichter der Ausbildung.
  2. Anschließend informierst du deinen Arbeitgeber, mindestens 5 Tage nach der Anrufung.
  3. Die Auflösung wird frühestens 7 Tage nach der Information des Arbeitgebers wirksam.

Ohne den vorherigen Weg über den Schlichter ist die Kündigung eines Auszubildenden rechtlich nicht gültig. Verlasse deine Stelle niemals, bevor du dieses Verfahren abgeschlossen hast.

Neu 2026: die sofortige Auflösung bei schweren Pflichtverletzungen

Eine wichtige Neuerung erleichtert den Ausstieg, wenn der Arbeitgeber seine Pflichten nicht erfüllt. Bei schweren Pflichtverletzungen (nicht gewährleistete Sicherheit, ausbildungsfremde Aufgaben, nicht gezahltes Gehalt …) kann der Auszubildende seinen Vertrag sofort auflösen, ohne den Schlichter anzurufen und ohne Kündigungsfrist. Bewahre im Streitfall alle Beweise auf (schriftlicher Austausch, Lohnabrechnungen): Sie sind nützlich, wenn die Angelegenheit vor das conseil de prud'hommes gebracht wird.

Was geschieht nach der Auflösung?

Gute Nachricht: Eine Auflösung lässt dich nicht ohne Sicherheitsnetz zurück. Du behältst deinen Status als Teilnehmer der beruflichen Bildung und kannst deinen Unterricht am CFA 6 Monate lang fortsetzen, während du einen neuen Arbeitgeber suchst. Während dieser Suche wird eine Vergütung vom Staat übernommen, mindestens in Höhe deines Ausbildungsgehalts, und du behältst deinen Sozialversicherungsschutz.

SchrittFrist / DauerKernpunkt
Probezeit45 gearbeitete TageFreie Auflösung, ohne Grund
Kündigung nach der Probezeit5 Tage, dann 7 TageZuerst Schlichter verpflichtend
Schwere PflichtverletzungenSofortOhne Schlichter und ohne Frist
Verbleib am CFABis zu 6 MonateStatus und Vergütung bleiben erhalten

Nutze dieses Zeitfenster, um wieder durchzustarten, ohne dein Jahr zu verlieren: Entdecke sofort unsere Ausbildungsangebote und unsere Ausbildungen, um dir einen neuen Platz zu sichern. Bevor du deinen nächsten Vertrag unterschreibst, prüfe dein künftiges Gehalt mit dem Vergütungsrechner und verschaffe dir einen Überblick über deine finanziellen Hilfen. Und um beim nächsten Vorstellungsgespräch alle Chancen auf deiner Seite zu haben, lies noch einmal unsere Tipps, um dein Vorstellungsgespräch in der Ausbildung zu meistern.

Eine Auflösung ist kein Scheitern: Gut gemacht, ermöglicht sie dir, einen besser passenden Betrieb zu finden und dabei deine Rechte und deine Ausbildung zu bewahren.

Häufig gestellte Fragen

Kann man einen Ausbildungsvertrag ohne Grund auflösen?

Ja, aber nur während der ersten 45 Tage der praktischen Ausbildung im Betrieb (tatsächlich gearbeitete Tage, ohne die Zeit am CFA). Während dieser Probezeit können sowohl der Auszubildende als auch der Arbeitgeber den Vertrag frei auflösen, durch ein einfaches Schreiben an die andere Partei und an das CFA, ohne Abfindung und ohne Grund.

Wie kündigt man einen Ausbildungsvertrag nach der Probezeit?

Nach den 45 Tagen muss sich der Auszubildende zunächst an den Schlichter der Ausbildung seiner Berufskammer (CCI, CMA, Landwirtschaftskammer) wenden und anschließend den Arbeitgeber mindestens 5 Tage nach dieser Anrufung informieren. Die Auflösung wird frühestens 7 Tage nach der Information des Arbeitgebers wirksam. Ohne den Weg über den Schlichter ist die Kündigung nicht gültig.

Was passiert mit dem Auszubildenden nach einer Auflösung?

Er behält seinen Status als Teilnehmer der beruflichen Bildung und kann seinen Unterricht am CFA 6 Monate lang fortsetzen, um einen neuen Arbeitgeber zu finden, wobei während dieser Suche eine Vergütung vom Staat übernommen wird.

Begründet die Auflösung einen Anspruch auf Arbeitslosengeld?

Ein Auszubildender, der ausreichend Beiträge gezahlt hat, kann Ansprüche erwerben, aber eine Kündigung wird grundsätzlich nicht entschädigt. Die Regeln hängen von deiner Situation ab: Erkundige dich bei France Travail, bevor du eine Entscheidung triffst.

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