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CFAs in der Krise: der Staat mobilisiert regionale Zellen für den Schulstart 2026

Sie bereiten Ihren Start in die Alternance am 1. September 2026 vor und möchten sicherstellen, dass Ihr CFA auch wirklich geöffnet sein wird? Gute Nachrichten: Eine interministerielle Anweisung vom 19. Juni 2026 fordert die Regionalpräfekten, Rektoren und DREETS auf, die regionalen interministeriellen Zellen zu mobilisieren, um die Lage gefährdeter CFAs zu überwachen und die pädagogische Kontinuität Ihrer Ausbildung zu garantieren.

Kurz gefasst: Angesichts der zunehmenden Betriebsaufgaben von CFAs (finanzielle Schwierigkeiten, Entzug der Qualiopi-Zertifizierung, Betrugsverdacht) hat die Regierung am 19. Juni 2026 eine gemeinsame Anweisung des Arbeitsministeriums, des Bildungsministeriums, des Hochschulministeriums, des Landwirtschaftsministeriums und des öffentlichen Dienstes veröffentlicht. Ziel: gefährdete CFAs frühzeitig erkennen, jeden Auszubildenden bei drohendem Abbruch begleiten und ihm mindestens eine alternative Lösung vor dem Schulstart 2026 anbieten.

Was genau sagt die Anweisung vom 19. Juni 2026?

Der Text, gemeinsam unterzeichnet von der DGEFP, dem Landwirtschaftsministerium (MAAQ), der DGESCO, der DGESIP, der DGER und der DGAFP, wurde Anfang Juli 2026 im Bulletin officiel des affaires sociales veröffentlicht. Er ersetzt das vorherige Rundschreiben und erweitert den Zuständigkeitsbereich der regionalen Zellen.

Konkret muss jeder Regionalpräfekt nun:

  • die CFAs in seinem Zuständigkeitsgebiet anhand des Tableau de bord de l'apprentissage (TBA) und der Meldungen der DREETS kartieren;
  • Strukturen in Zahlungseinstellung, gerichtlicher Liquidation oder mit ausgesetzter bzw. entzogener Qualiopi-Zertifizierung unverzüglich melden;
  • die regionale Zelle (Staat, Rektorat, Region, konsularische Kammern, OPCO) mindestens einmal pro Quartal und zwingend vor dem Schulstart im September 2026 einberufen;
  • jedem Auszubildenden, dessen CFA seine Tätigkeit einstellt, mindestens eine Lösung vorschlagen: Neuorientierung zu einem anderen CFA, Umstellung auf Fernunterricht oder Anpassung des Werdegangs.

„Das Ziel ist, dass kein Auszubildender beim Schulstart 2026 ohne Lösung dasteht", fasst die DGEFP in ihrer Mitteilung an die dezentralen Dienste zusammen.

Wie viele CFAs sind tatsächlich in Schwierigkeiten?

Die Anweisung vom 19. Juni 2026 kommt in einem verschlechterten Kontext. Der Rechnungshof schätzt in seinem Bericht 2026 zur Ausbildung, dass rund 10 % der öffentlichen Mittel, die in die Ausbildung fließen, einem Betrugs- oder Missbrauchsrisiko ausgesetzt sind. In den letzten Monaten kam es zu mehreren medienwirksamen Schließungen, ausgelöst durch:

  • finanzielle Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Rückgang der OPCO-Finanzierungssätze;
  • Entzug der Qualiopi-Zertifizierung nach ungünstigen Audits;
  • administrative Aussetzungen wegen Finanzierungsbetrugs (fiktive Verträge, nicht durchgeführte Stunden).

Hinzu kommt der Rückgang der staatlichen Zuschüsse an die Regionen für die Ausbildung — von geplanten 134 Millionen Euro auf tatsächlich ausgezahlte 33 Millionen Euro im Jahr 2026 —, was die von Regionalräten getragenen CFAs schwächt.

Was tun, wenn Ihr CFA betroffen ist?

Teambesprechung in einer Bibliothek, die die Begleitung der Auszubildenden durch die regionalen Zellen veranschaulicht

Die Anweisung sieht ein dreistufiges Alarm- und Begleitsystem vor:

  1. Melden Sie die Situation Ihrem Arbeitgeber, Ihrem Ausbildungsmeister und der regionalen Zelle über die DREETS Ihrer Region. Sie können sich auch an die Mission locale oder das Jugendinformationsnetz (CRIJ) wenden.
  2. Identifizieren Sie Ersatz-CFAs über das Verzeichnis La Bonne Alternance und die Ausbildungssuche auf unserer Ausbildungsseite. Filtern Sie nach Abschluss, Fachrichtung und Standort, um eine Einrichtung zu finden, die dieselbe Zertifizierung anbietet (gleicher RNCP-Code).
  3. Aktivieren Sie die Kontinuitätsklausel gemäß Artikel L. 6222-12 des französischen Arbeitsgesetzbuchs: Ihr Ausbildungsvertrag wird ausgesetzt und dann an die neue Ausbildungseinrichtung übertragen, ohne Kündigung und ohne Gehaltsänderung. Ihr Gehalt und Ihre Betriebszugehörigkeit bleiben erhalten.

Welche Rechtsmittel bei einer plötzlichen Schließung?

Drei konkrete Hebel stehen Ihnen zur Verfügung:

  • Der OPCO Ihres Arbeitgebers: Er finanziert Ihre Ausbildung. Er verfügt über eine Liste von Partner-CFAs und muss Sie bei der Suche nach einer neuen Einrichtung unterstützen. Finden Sie den OPCO Ihrer Branche direkt über die Stellensuche durch Auswahl Ihrer Branche.
  • Die regionale interministerielle Zelle: Sie hat die Anweisung, jede Situation individuell zu behandeln und Ihnen innerhalb von 15 Werktagen eine Lösung vorzuschlagen. Der Regionalpräfekt leitet das Verfahren.
  • Der Ausbildungsmediator: Wenn Ihnen durch den Ausbildungsabbruch ein Schaden entsteht (Verlust des Abschlusses, keine erneute Einschreibung in einen vollständigen Zyklus), können Sie sich an den regionalen Mediator wenden. Für weitergehende Informationen zu Rechtsmitteln bei einer Vertragsauflösung lesen Sie unseren Leitfaden Auflösung des Ausbildungsvertrags: Rechte und Verfahren.

Wie können Sie jetzt vorausschauen?

Wenn Sie diesen Sommer einen Ausbildungsvertrag für einen Start im September 2026 unterzeichnen, können drei einfache Reflexe Sie vor bösen Überraschungen bewahren:

ReflexWarum es wichtig istSo gehen Sie vor
Qualiopi-Zertifizierung des CFA prüfenNur zertifizierte CFAs dürfen einen finanzierbaren Ausbildungsvertrag anbietenVerzeichnis France Compétences + CFA-Website
Vorgespräch vor Schulstart anfragenSchwache Signale erkennen (Trainerwechsel, geschlossene Räume, administrative ProblemeAb Juli das pädagogische Sekretariat kontaktieren
Einen „Plan B" für die Ausbildung habenZeit sparen bei einer plötzlichen Schließung2 bis 3 CFAs mit demselben Abschluss im Umkreis von 50 km notieren

Um schnell einen Vertrag und ein verlässliches CFA zu finden, durchsuchen Sie die wöchentlich aktualisierten Alternance-Stellenangebote und bereiten Sie Ihre Bewerbung mit unserer Lebenslauf-Vorlage für Alternance vor. Sollte Ihr CFA Sie unterwegs im Stich lassen, können Sie Ihre Bewerbungen ohne Zeitverlust neu starten.

Das Wesentliche zum Mitnehmen

Die Anweisung vom 19. Juni 2026 ändert Ihre Rechte nicht: Sie stärkt das regionale Sicherheitsnetz bei einem CFA-Ausfall. Solange Ihr Vertrag unterzeichnet und Ihr CFA zertifiziert ist, ist Ihr Schulstart 2026 abgesichert. Bei Schwächesignalen reagieren Sie schnell: Je früher Sie warnen, desto mehr Hebel hat die regionale Zelle, um Ihnen eine passende Lösung vorzuschlagen.

Häufig gestellte Fragen

Was passiert, wenn mein CFA vor dem Schulstart 2026 schließt?

Die interministerielle Anweisung vom 19. Juni 2026 verpflichtet Regionalpräfekten, Rektoren und DREETS, jedem betroffenen Auszubildenden mindestens eine Ersatzlösung vorzuschlagen (anderes CFA, Fernunterricht, angepasster Werdegang). Der Arbeitgeber seinerseits muss gemeinsam mit dem OPCO eine andere Ausbildungseinrichtung suchen.

Wie erfahre ich, ob mein CFA als „gefährdet" gilt?

Kein CFA wird öffentlich als „gefährdet" eingestuft. Die regionalen Zellen stützen sich auf das Tableau de bord de l'apprentissage (TBA) sowie auf Meldungen der DREETS und Rektorate, um frühzeitig Strukturen in Schwierigkeiten (Finanzen, Qualiopi-Zertifizierung, mangelnde Anmeldungen) zu erkennen.

An wen kann ich mich bei Problemen mit meinem CFA in diesem Sommer wenden?

Sie können die regionale interministerielle Zelle Ihrer Region über die DREETS, das Rektorat, die konsularische Kammer (CMA, CCI) oder die Mission locale kontaktieren. Die Plattform La Bonne Alternance (labonnealternance.apprentissage.beta.gouv.fr) listet geöffnete CFAs und verfügbare Ausbildungen auf.

Sind die Einstellungshilfen für Auszubildende von dieser Anweisung betroffen?

Nein, die Anweisung vom 19. Juni 2026 betrifft keine finanziellen Hilfen. Sie organisiert die Überwachung und Begleitung im Falle einer Betriebsaufgabe eines CFAs. Die Einstellungshilfen (von 750 € bis 6 000 € je nach Unternehmensgröße und Abschluss) bleiben durch das Dekret vom 6. März 2026 geregelt.

Kann ein Auszubildender gezwungen werden, im Laufe des Jahres das CFA zu wechseln?

Ja, wenn sein CFA seine Tätigkeit einstellt. Artikel L. 6222-12 des französischen Arbeitsgesetzbuchs sieht vor, dass der Ausbildungsvertrag ausgesetzt und dann mit einer neuen Ausbildungseinrichtung ohne Kündigung fortgesetzt werden kann. Gehalt und Betriebszugehörigkeit bleiben erhalten.

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