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Finanzierung der Lehrlingsausbildung: Die CFA fordern ein Moratorium vor dem Schuljahresbeginn 2026

Der Schuljahresbeginn 2026-2027 rückt näher und die Branche der Lehrlingsausbildung schlägt Alarm. Mitte Juli 2026 hat der Verein 3E (Entreprises éducatives pour l'emploi) eine Erklärung veröffentlicht, in der er vom Staat « ein Moratorium gegen die Kürzungen der Finanzierung der Lehrlingsausbildung » sowie die Eröffnung einer verhandelten mehrjährigen Planung fordert. Der nationale Verband der CFA-Direktoren (Fnadir) hatte im Frühjahr bereits dieselbe Forderung erhoben. Zwei Monate vor Schuljahresbeginn häufen sich die budgetären Ungewissheiten.

Kurz zusammengefasst: Die aufeinanderfolgenden Sparmaßnahmen (Staatszuschuss an die Regionen von 134 auf 33 Millionen Euro gesenkt, Restbetrag von 750 € für Abschlüsse ab bac+3, Kürzung der Einstellungshilfen, Überarbeitung der NPEC erwartet im August 2026) destabilisieren die CFA. Der Verein 3E, die Fnadir und sechs Netzwerke der Lehrlingsausbildung fordern ein Moratorium, um den Schuljahresbeginn 2026-2027 zu stabilisieren. Die Lehrlinge und Bewerber sind mittelbar betroffen: weniger offene CFA bedeutet potenziell weniger verfügbare Plätze.

Warum die Branche jetzt ein Moratorium fordert

Mehrere Sparmaßnahmen häufen sich im Jahr 2026 und erzeugen einen Scheren­effekt für die Ausbildungszentren der Lehrlinge:

  • Staatszuschuss an die Regionen: von geplanten 134 Millionen Euro auf tatsächlich 33 Millionen im Laufe des Haushaltsjahres 2026 gesenkt.
  • Restbetrag 750 €: seit dem 1. Juli 2025 müssen Arbeitgeber, die einen Lehrling ab bac+3 oder höher einstellen, 750 € pro Jahr als Beitrag zur Finanzierung der Ausbildung entrichten (Dekrete Nr. 2025-585 und 2025-586).
  • Kürzung der Einstellungshilfen (Dekret Nr. 2026-168 vom 6. März 2026): die Hilfe für höhere Ausbildungen sinkt auf 2 000 € in KMU und 750 € in großen Unternehmen, gegenüber 6 000 € einheitlich im Jahr 2024.
  • Absenkung der NPEC für Fernausbildungen (-20 % seit dem 1. Juli 2025).
  • Anteil der OPCO-Mittel für Investitionen in CFA von 8 % auf 5 % seit November 2025 reduziert.

« Die rein buchhalterische Vision der Regierung gefährdet Dutzende von CFA und droht, Tausenden von jungen Menschen zur Einschulung 2026 eine Ausbildungslösung vorzuenthalten », warnen Wirtschaftsakteure aus den Pays-de-la-Loire.

Was die neuen Staffelsätze der Einstellungshilfen ändern

Das Dekret vom 6. März 2026 staffelt die Hilfen nach zwei Kriterien: der Unternehmensgröße und dem Abschlussniveau. Nachstehend die gültigen Beträge für Verträge, die ab dem 8. März 2026 geschlossen werden und vor dem 1. Januar 2027 beginnen:

AbschlussniveauKMU (< 250 Beschäftigte)Große Unternehmen (250+)
Bac oder niedriger (Niveaus 3-4)5 000 €2 000 €
Bac+2 (Niveau 5)4 500 €1 500 €
Bac+3 bis Bac+5 (Niveaus 6-7)2 000 €750 €
Lehrling mit Behinderung6 000 €6 000 €

Die Auszahlung erfolgt automatisch und monatlich, über maximal 12 Monate, über die DSN. Es ist kein besonderer Antrag erforderlich. Große Unternehmen müssen außerdem mindestens 5 % Auszubildende in ihrer Belegschaft erreichen oder 3 % mit einer Steigerung von 10 % gegenüber dem Vorjahr.

Die Überarbeitung der NPEC: ein kritischer Moment im August 2026

Lehrlinge in der Ausbildung in einer technischen Werkstatt, die die Rolle der CFA in der Lehrlingsausbildung veranschaulicht

France Compétences muss im August 2026 die neuen Erstattungsniveaus (NPEC) veröffentlichen, die an die CFA gezahlt werden. Die Reform ist weitreichend:

  • Übergang von rund 800 000 individuellen Niveaus zu 3 500 « Zertifizierungssträußen »;
  • Modulation von ±30 % um die empfohlenen Werte (gegenüber ±20 % bisher);
  • um einen Monat verlängerter Zeitplan für die Berufs­zweige.

Die CFA-Netzwerke befürchten eine allgemeine Senkung der Finanzmittel, insbesondere für die Hochschul­ausbildungen. Der neue Zahlungsplan — aufgeteilt in vier Zahlungen (40 %, 30 %, 20 %, 10 % abschließend) — erschwert zudem die Liquidität der Einrichtungen.

Welche Auswirkungen für die Bewerber in der Alternance?

Wenn Sie für den Schuljahresbeginn 2026 einen Lehrlingsvertrag suchen, hier das Wichtigste:

  1. Abschlüsse auf Niveau bac und bac+2 haben Priorität: die Hilfen für Arbeitgeber sind am höchsten (4 500 € bis 5 000 € in KMU), was die Attraktivität dieser Ausbildungen aufrechterhält. Durchsuchen Sie die Alternance-Stellenangebote, um die Möglichkeiten in Ihrer Branche zu erkennen.
  2. Der Hochschulbereich ist nicht aufgegeben, aber die Unternehmen sind selektiver. Planen Sie voraus mit einem aussagekräftigen Dossier und unserem CV-Muster für die Alternance.
  3. Prüfen Sie die Gesundheit Ihres CFA vor der Unterzeichnung: konsultieren Sie France Compétences und das Verzeichnis von La Bonne Alternance, um sicherzustellen, dass die Einrichtung Qualiopi- zertifiziert ist und nicht von einem Verfahren betroffen ist. Unser Artikel CFA in Schwierigkeiten: der Staat mobilisiert die regionalen Zellen beschreibt die Schritte im Detail.
  4. Schätzen Sie Ihr Netto­gehalt mit unserem Gehalts­simulator ab: seit dem
    1. März 2025 ist die Schwelle für die Befreiung von Sozial­abgaben auf 50 % des SMIC gesenkt worden, was das Netto­gehalt für Lehrlinge, die mehr als 933 € pro Monat verdienen, reduziert.

Was die Akteure der Branche sagen

Die Mobilisierung nimmt Form an. Jean-Pierre Farandou, am 10. Juni 2026 im Rahmen des Printemps social angehört, hat sich verpflichtet, « dafür zu kämpfen, dass die Mittel von 2026 auch 2027 erhalten bleiben ». Sechs Netzwerke der Lehrlingsausbildung haben eine gemeinsame Auswirkungs­studie durchgeführt, die dazu aufruft, die Finanzierung zu stabilisieren und die Pädagogik zu zertifizieren. Der Verein 3E fordert eine verhandelte mehrjährige Planung anstelle jährlicher unvorhersehbarer Kürzungen.

Auf Regierungsseite erinnert das Arbeitsministerium daran, dass die interministerielle Anweisung vom 19. Juni 2026 die pädagogische Kontinuität der Lehrlinge im Falle des Ausfalls eines CFA sicherstellt. Die interministeriellen regionalen Zellen werden in jeder Region mobilisiert, um gefährdete Strukturen zu erkennen und Neu­platzierungs­lösungen anzubieten.

Das Wichtigste im Überblick

Das von 3E und der Fnadir geforderte Moratorium greift nicht in Ihre Rechte als Lehrling ein: Ihr Vertrag, Ihre Vergütung und Ihr Abschluss bleiben durch das Arbeitsrecht geschützt. Hingegen kann der budgetäre Kontext das verfügbare Ausbildungsangebot für den Schuljahresbeginn 2026 reduzieren, insbesondere im Hochschulbereich. Planen Sie voraus, indem Sie Ihre Bewerbungen vervielfältigen, die Solidität Ihres CFA prüfen und Ausbildungen auf Niveau bac und bac+2 bevorzugen, die für Arbeitgeber noch attraktive Hilfen bieten.

Häufig gestellte Fragen

Warum fordern die CFA 2026 ein Moratorium?

Die aufeinanderfolgenden Sparmaßnahmen (Staatszuschuss an die Regionen von 134 auf 33 Millionen Euro gesenkt, Kürzung der Einstellungshilfen, Restbetrag von 750 € für Abschlüsse ab bac+3) destabilisieren die Ausbildungszentren. Der Verein 3E und der nationale Verband der CFA-Direktoren fordern ein Einfrieren der Kürzungen, um den Schuljahresbeginn 2026-2027 abzusichern.

Was ist der Restbetrag von 750 € für die Arbeitgeber?

Seit dem 1. Juli 2025 führen zwei Dekrete einen verpflichtenden Restbetrag von 750 € für jeden Lehrlingsvertrag ein, der auf eine Zertifizierung des Niveaus 6 oder 7 (bac+3 und höher) vorbereitet. Der Arbeitgeber wird damit zum direkten Mitfinanzierer der Ausbildung, ähnlich wie im deutschen Modell.

Sind die neuen Einstellungshilfen für KMU noch attraktiv?

Ja, für Abschlüsse auf Niveau bac und bac+2: jeweils 5 000 € und 4 500 € in KMU. Hingegen sinkt die Hilfe auf 2 000 € für Ausbildungen bac+3 bis bac+5, gegenüber 6 000 € im Jahr 2024. Für Lehrlinge mit Behinderung bleibt die Hilfe bei 6 000 €, unabhängig von der Unternehmensgröße.

Wann werden die neuen NPEC veröffentlicht?

France Compétences muss die überarbeiteten Erstattungsniveaus im August 2026 veröffentlichen. Die Reform geht von rund 800 000 Einzelniveaus zu 3 500 « Zertifizierungssträußen » über, mit einer Modulation von ±30 % um die empfohlenen Werte. Die CFA befürchten eine weitere Senkung der Finanzmittel.

Ist der Schuljahresbeginn 2026 durch diese Sparmaßnahmen gefährdet?

Die Regierung versichert, dass die pädagogische Kontinuität gewährleistet ist. Die interministerielle Anweisung vom 19. Juni 2026 mobilisiert die regionalen Zellen, um Ausfälle von CFA frühzeitig zu erkennen. Dennoch warnen die Akteure der Branche vor einer Reduzierung des Ausbildungsangebots, insbesondere im Hochschulbereich.

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