Wenn Sie eine Ausbildung in einem Großunternehmen für den Start im September 2026 anstreben, gibt es gute Nachrichten. Das französische Gesetz vom 18. Dezember 2023 „für die Vollbeschäftigung" ist in seine konkrete Phase eingetreten: Seit dem 1. Januar 2026 müssen Unternehmen mit 250 oder mehr Mitarbeitern mindestens 5% Auszubildende in ihrer Belegschaft haben, sonst müssen sie einen Zusatzbeitrag zahlen.
Kurz gesagt: Ab 2026 schuldet jedes Unternehmen mit 250+ Mitarbeitern, das nicht 5% Auszubildende (oder 3% Auszubildende + 2% neue Berufseinstiegsverträge) in seiner Belegschaft erreicht, den Zusatzbeitrag zur Ausbildung (CSA), berechnet auf die Lohnsumme. Um diese Steuer zu vermeiden, haben große Konzerne ein direktes finanzielles Interesse daran, mehr Ausbildungs- und Berufseinstiegsverträge zu öffnen — auch in Branchen, in denen Ausbildung bisher marginal war.
Woher kommt diese 5%-Quote?
Artikel L. 6312-1 des französischen Arbeitsgesetzbuchs, neu gefasst durch das Gesetz Nr. 2023-1196 vom 18. Dezember 2023, verwandelt das, was eine steuerliche Option war (eine Befreiung vom Ausbildungsbeitrag für Unternehmen, die bereits über 5% lagen) in eine Pflicht. Der Zeitplan war schrittweise:
| Frist | Wirkung |
|---|---|
| 1. Januar 2024 | Veröffentlichung des Gesetzes, verschobenes Inkrafttreten |
| 1. Januar 2025 | Beginn der Berechnung der Quote auf Basis der Belegschaftsdaten 2024 |
| 1. Januar 2026 | Erstes Sanktionsjahr (CSA wiederhergestellt) auf Basis der Daten 2025 |
| 31. Dezember 2026 | Bestandsaufnahme der Belegschaft für die Quote 2027 |
„Die Quotenpflicht ersetzt die Befreiungslogik: Es ist kein Geschenk mehr an die Musterschüler, sondern ein Beitrag, den die Nachzügler schulden." — Direction générale de l'emploi et de la formation professionnelle (DGEFP)
In der Praxis wird der Schwellenwert am 31. Dezember jedes Jahres bewertet, indem die Zahl der Auszubildenden (Auszubildende + Berufseinstiegsverträge) zur durchschnittlichen Jahresbelegschaft des Unternehmens ins Verhältnis gesetzt wird.
Wen betrifft es und wie wird es berechnet?
Die Pflicht betrifft alle Unternehmen, deren durchschnittliche Jahresbelegschaft 250 Mitarbeiter oder mehr beträgt, berechnet nach der CDD/CDI- + Zeitarbeitnehmer-Methode (ein Zeitarbeitnehmer zählt nach 6 ununterbrochenen Monaten als 1 Einheit).
Unternehmen haben drei Möglichkeiten, das Ziel zu erreichen:
- Option A — 5% Auszubildende (Auszubildende + Berufseinstiegsverträge);
- Option B — 3% Auszubildende + 2% neue Berufseinstiegsverträge;
- Option C — 1% Auszubildende + 0,4% der Bruttolohnsumme in Weiterbildungsausgaben (Auszubildende anders gezählt).
Wird keine dieser Optionen erfüllt, zahlt das Unternehmen den erhöhten CSA, dessen Basissatz bei 0,6% der Lohnsumme liegt (in einigen Fällen mehr), eingezogen von der URSSAF nach Benachrichtigung durch die DREETS.
Warum ändert das alles für Ihre Ausbildungssuche?
Für Auszubildende wirkt die Quote als struktureller Einstellungshebel. Die HR-Abteilungen der Großunternehmen haben jedes Jahr ein konkretes Ziel zu erreichen, und jede am 31. Dezember unbesetzte Stelle schlägt in eine Steuer um. Drei konkrete Konsequenzen für Sie:
- Mehr offene Stellen in Großkonzernen. Banken, Versicherungen, Industrie, Telekommunikation, Einzelhandel, Energie: Branchen, die vor 2024 wenig in Ausbildung eingestellt haben, kündigten Einstellungspläne mit einem Plus von 10 bis 15% für 2026 an.
- Vielfältigere Profile. Die Quote öffnet die Ausbildung für historisch geschlossene Funktionen (Unternehmensfinanzen, Controlling, Marketing, HR, Einkauf) und nicht nur für technische Funktionen.
- Ein Bonus für Initiativbewerbungen. Viele dieser Großkonzerne haben einen Pool an Stellen, die nicht auf Jobbörsen veröffentlicht werden: Sprechen Sie sie direkt über unsere Stellenbörse oder mit einer Initiativbewerbung an.

Um Ihre Chancen zu maximieren, identifizieren Sie vorrangig die Unternehmen Ihrer Branche, die bereits einstellen — entdecken Sie unseren Überblick über Unternehmen, die 2026 Auszubildende einstellen.
Wie Sie es konkret vor dem September-Start nutzen können?
Die Quote wird am 31. Dezember 2026 gemessen, das heißt, Einstellungen zum September 2026 zählen voll. Vier Reflexe, um diese Pflicht in einen unterzeichneten Vertrag zu verwandeln:
- Zielen Sie auf die Großunternehmen Ihrer Branche, auch auf die, die nicht traditionell ausgebildet haben. Die im Juli-August 2026 veröffentlichten Ausbildungsangebote sind besonders reich an börsennotierten Konzernen.
- Betonen Sie Ihren HR-Mehrwert: Ein Auszubildender kostet weniger als ein Jungabsolvent (Gehalt als Prozentsatz des SMIC, Beitragsbefreiungen) und stellt einen künftigen Personalpool dar — genau das, was die Quote von ihnen verlangt.
- Bereiten Sie eine solide Bewerbung vor: angepasster Lebenslauf, gezieltes Anschreiben, klare Darstellung Ihrer Rolle im Team. Folgen Sie unserer Methode, um das Ausbildungsgespräch zu meistern, sowie unserer Lebenslauf-Vorlage für Ausbildung 2026.
- Sichern Sie Ihr Budget ab: Schätzen Sie Ihr künftiges Gehalt mit dem Gehaltsrechner und aktivieren Sie alle Finanzhilfen (Mobili-Jeune, Führerscheinbeihilfe, Visale-Garantie), die Ihr Gehalt aufstocken.
Für Bewerber, die noch nicht unterschrieben haben, denken Sie daran: Die Ausbildung bleibt bis zum 8. September 2026 über Parcoursup zugänglich, und über die direkte Aufnahme in einem CFA ganzjährig. Die Quote schafft ein nie dagewesenes Chancenfenster — nutzen Sie es, bevor die Großunternehmen ihr Ziel erreicht haben.