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Vertrag · Berufsorientierung

Ausbildungsvertrag oder Qualifizierungsvertrag: Was wählen 2026?

Die Alternanz gibt es in zwei Vertragsformen: den Ausbildungsvertrag und den Qualifizierungsvertrag. Sie ähneln sich, folgen aber unterschiedlichen Logiken. So wählen Sie richtig.

Zusammenfassung: Der Ausbildungsvertrag zielt auf ein Diplom und richtet sich vor allem an Jugendliche (Erstausbildung); der Qualifizierungsvertrag zielt auf eine Qualifikation und eignet sich auch für Erwachsene und Neuorientierungen (Weiterbildung). Für einen ersten Abschluss ist der Ausbildungsvertrag oft die naheliegende Wahl; für eine schnelle Kompetenzentwicklung ist der Qualifizierungsvertrag die richtige Option.

Der Ausbildungsvertrag

Er zielt auf den Erwerb eines Diploms oder eines beim RNCP eingetragenen Titels ab (vom CAP bis zum Master). Er ist Teil eines Erstausbildungs-wegs.

  • Zielgruppe: hauptsächlich 16-29-Jährige (ohne Altersbeschränkung für Menschen mit Behinderung oder Unternehmensgründer).
  • Ziel: ein staatlich anerkanntes Diplom.
  • Dauer: von 6 mois à 3 ans (manchmal 4).
  • Vorteil: Einkommenssteuerbefreiung bis zur Höhe eines Jahres-SMIC und Einstellungshilfe für den Arbeitgeber (bis zu 5 000 €, bzw. 6 000 € für einen Auszubildenden mit Behinderung, für neuere Verträge).

Der Qualifizierungsvertrag

Unterzeichnung eines Vertrags mit einem goldenen Stift

Er zielt auf eine berufliche Qualifikation (Diplom, Titel, CQP oder branchenweit anerkannte Qualifikation) ab und fällt unter die Weiterbildung.

  • Zielgruppe: Jugendliche von 16 à 25 ans und Arbeitsuchende ab 26 ans und älter, ohne Altersbeschränkung.
  • Ziel: eine operative Qualifikation, oft für eine Neuorientierung.
  • Dauer: in der Regel 6 à 12 mois (in bestimmten Fällen bis zu 24-36 Monate).
  • Vorteil: höhere Mindestvergütungen für Erwachsene.

Vergleichstabelle

KriteriumAusbildungsvertragQualifizierungsvertrag
LogikErstausbildungWeiterbildung
ZielDiplom / RNCP-TitelBerufliche Qualifikation
Hauptzielgruppe16-29 ansJugendliche + Arbeitsuchende (jedes Alter)
Typische Dauer6 mois à 3 ans6 à 12 mois
Vergütung27 % à 100 % du SMIC55 % à 100 % du SMIC

Wie entscheiden?

Für einen ersten Abschluss ist der Ausbildungsvertrag oft die naheliegende Wahl. Für eine schnelle Kompetenzentwicklung oder eine Neuorientierung ist der Qualifizierungsvertrag die richtige Option.

In beiden Fällen bleibt das Prinzip gleich: einen Beruf im Unternehmen erlernen und gleichzeitig eine Ausbildung absolvieren, mit Arbeitnehmerstatus und Vergütung. Um genaue Gehälter zu vergleichen, lesen Sie unseren Artikel seine Alternanz-Vergütung verstehen und testen Sie den Vergütungssimulator.

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Häufig gestellte Fragen

Was ist der Hauptunterschied zwischen einem Ausbildungsvertrag und einem Qualifizierungsvertrag?

Der Ausbildungsvertrag zielt auf den Erwerb eines beim RNCP eingetragenen Diploms oder Titels ab, im Rahmen einer Erstausbildung, und richtet sich vor allem an 16-29-Jährige. Der Qualifizierungsvertrag zielt auf eine berufliche Qualifikation ab und steht auch Arbeitsuchenden jeden Alters im Rahmen der Weiterbildung oder beruflichen Neuorientierung offen.

Welcher Vertrag ist besser vergütet?

Das hängt vom Alter ab. Der Ausbildungsvertrag ist steuerlich oft vorteilhafter (Einkommenssteuerbefreiung) und für Jüngere günstiger, während der Qualifizierungsvertrag für Erwachsene höhere Mindestlöhne garantiert (mindestens 70 % des SMIC für 21-25-Jährige, mindestens den SMIC ab 26 Jahren).

Kann man sich über einen Alternanzvertrag beruflich neu orientieren?

Ja, und der Qualifizierungsvertrag ist oft am besten geeignet: Er steht Arbeitsuchenden ohne Altersbeschränkung offen und zielt auf eine schnelle operative Qualifikation ab. Der Ausbildungsvertrag bleibt bis zum vollendeten 29. Lebensjahr möglich (ohne Altersbeschränkung für Menschen mit Behinderung).

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